Kenia Nationalparks
Tansania Nationalparks

Kenia Reisen

Kenia Nationalparks, Reservate und Schutzgebiete.

 

Aberdare National Park

Der Park wurde 1950 gegründet und ist nach Lord Aberdare benannt, einem ehemaligen Präsidenten der Royal Geographical Society. Der Aberdare Nationalpark liegt im Hochland Kenias auf einer Höhe von 1800 bis 4000 m über dem Meeresspiegel, etwa 100 km nördlich von Nairobi. Der Park erstreckt sich über rund 770 km² auf einer Bergkette vulkanischen Ursprungs, den Aberdare Mountains, Dieses Gebirge verläuft in Nord-Süd-Richtung und bildet die östliche Steilflanke des Rift Valley. Die beiden höchsten Gipfel sind der Ol Doinyo Lesatima (3999m) und der Kinangop (3908m).

Der Park ist im Osten von Nyeri aus durch mehrere Gates (Treetops-, Ruhuruini-, Ark-, Kiandongoro-,Wandare-Gate) erreichbar. Nyeri liegt rund 150 km nördlich von Nairobi. Der nächste Fluglandplatz ist der Mweiga Airstrip. Die Pisten im Nationalpark und ihr Zustand sind unterschiedlich, vor allem in den höheren Lagen bei Regen schwierig. Allradantrieb ist unbedingt erforderlich. Der Park ist in Großen Teilen noch nicht erschlossen, deshalb sollten z.B. Wanderungen oder auch Gipfelbesteigungen nicht ohne ortskundige Führer unternommen werden.

Es gibt zwei Regenzeiten von März bis Mai und im November. In diesen Perioden sind Besuche des Parks nicht zu empfehlen. Auch außerhalb der Regenzeit kann es vor allem nachmittags zu kräftigen Regenfällen und Nebelbildung kommen. Höhere Hanglagen sollten im Juli / August aufgrund dichten Nebels möglichst gemieden werden.
Die üppigen, feuchten Bergwälder der Aberdare Mountains garantieren die Wasserversorgung der Metropole Nairobi.

Die untersten Gebirgsstufen werden von hochstämmigem Bergregenwald, bis 40 m, gebildet. In den Höhenlagen von 2400 bis 3200 m folgt ein dichter Bambuswald, der bis zu 30 m hoch werden kann. In der Zone von 3200 bis 3300 m folgt ein Wald aus bis zu 15 m hohen Kosobäumen. Von 3300 m bis 3600 m Höhe folgt die Riesenheidezone, deren Baumheidegewächse noch bis zu 5 m hoch werden. Ab 3600 m folgt die Afroalpine Region mit Gräsern.

Fauna Elefanten, Löwen, Riesenwaldschwein, der seltene Schwarze Leopard, Serval, die seltene Bongo-Antilope

Sehenswürdigkeiten
- Kenias höchster Wasserfall: Gura Falls (über 300m)
- Bergnebelwälder mit vielen endemischen Tier- und Pflanzenarten, die auf Grund isolierter
Entwicklung entstanden sind
- Hochgebirgspanorama


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Amboseli National Park

Der 392km² große Amboseli National Park wurde 1975 gegründet und befindet sich auf Massai Gebiet. Der Park ist sehr beliebt und wurde auch von Ernest Hemingway besucht, der hier Inspiration für seine Bücher fand.
Benannt ist der Park nach dem Amboseli-See, der rund ein Drittel der Parkfläche ausmacht und nur saisonal Wasser führt. Der Park ist vor allem wegen seinen großen Elefantenherden bekannt.

Der Amboseli National Park befindet sich am Fuße des Kilimanjaro im Südwesten Kenias, an der Grenze zu Tansania. Der 392 km² große Park liegt etwa 1200 m über dem Meeresspiegel und man hat eine wunderbare Sicht auf den schneebedeckten, höchsten Berg Afrikas.

Der Nationalpark verfügt über eine Landepiste für Flugzeuge. Nairobi ist rund 240 km entfernt. Amboseli verfügt über ein gut ausgebautes Netz aus Straßen und Pisten.

Das Klima in der Gegend wird durch den Kilimanjaro beeinflusst, der den Regen abhält. Es ist meist heiß und trocken. Es gibt zwei Regenzeiten März / April und November / Dezember. Der Park kann ganzjährig besucht werden. Während der Großen Regenzeit im März und April könnten einige Pisten unpassierbar sein.

Geprägt wird das weitgehend trockene Gebiet durch offene Savanne, vereinzelte Akatienhaine, dorniges Gebüsch. Es gibt mehrere Sümpfe mit typischer üppiger Vegetation, die von Kilimanjaro gespeist werden.
Der alkalische See, Lake Amboseli, der dem Park seinen Namen gab ist meist ausgetrocknet. In dessen Bett entstehen bei Hitze leicht Fata Morganas.

Der Park ist vor allem durch seine großen Elefantenherden berühmt. Die Population ist sehr hoch und die Elefanten werden seit 1972 im Rahmen des Amboseli Elephant Research Project erforscht. Eine Vielzahl an Tieren halten sich, bedingt durch die guten Trinkmöglichkeiten im Park auf. Man findet: Löwen, Leoparden, Geparden, Nashörner, Büffel, Massai-Giraffen, Zebras, Elanantilopen, Gnus, Wasserböcke, verschiedene Gazellen, Impalas u.a. In den Sumpfgebieten gibt es eine große Anzahl Wasservögel.

Sehenswürdigkeiten / Besonderheiten
- das berühmteste Fotomotiv Afrikas: Elefanten oder sonstige Tiere vor dem schneebedeckten Kilimanjaro,
- artenreiche Tierwelt
- traditionelles Massai-Gebiet


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Bisandi National Park

Das Bisandi (oder auch Bisanandi) National Reserve bietet unberührte Natur und Wildnis. Das Gebiet ist nicht für den Massentourismus erschlossen und daher nur mit 4WD Fahrzeugen zu erkunden.
Das Reservat befindet sich in einer abgelegenen Region Kenias, östlich des Meru National Park, am Äquator. Das Reservat ist 606 km² groß und wurde 1979 eröffnet.

Das Reservat liegt in der halbtrockenen Zone mit unregelmäßigen Niederschlägen. Regenzeit ist im April bis Juni und im November bis Dezember.
Das Klima ist allgemein warm mit geringer Luftfeuchtigkeit und daher sehr angenehm. Die Tage sind heiß und die Nächte angenehm.

Die wilde Landschaft im Bisandi National Reserve wird geprägt durch vorwiegend Palmenwälder und Moore, es gibt aber auch trockenere Gebiete mit Gras- und Dornbuschbewuchs.

Es können Elefanten, Giraffen, Büffel gesichtet werden und über 400 Vogelarten entdeckt werden.

Sehenswürdigkeiten / Besonderheiten
- wilde, unberührte Natur, abseits „ausgetretener“ Touristenpfade
- unmittelbare Nähe zu den National Parks Meru und Kora und zu den National Reserves Rahole und Mwingi


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Lake Baringo National Park

285 km nordnordwestlich von Nairobi befindet sich der Lake Baringo. Er hat eine Größe von 108 km² und bildet zusammen mit dem Lake Bogoria das Baringo-Bogoria-Becken. Der See liegt im Rift Valley umgeben von den steile Flanken des Grabenbruchs auf einer Höhe von 975 m und erreicht nur eine maximale Tiefe von 4 m. Obwohl bisher kein Abfluss des Sees gefunden wurde, besteht er aus Süßwasser.

Außerhalb der Regenzeiten heiß und trocken.

Der See ist von einem dichten Schilf- und Papyrusgürtel umgeben. Da es sich um kein Naturschutzgebiet handelt, befinden sich hier Siedlungen, wie z.B. Fischerdörfer.

Das Süßwasser des Sees erlaubt eine einzigartige Fülle an Fischen, die der reichlichen Vogelwelt Nahrung bieten. So gibt es hier v.a. Reiher, Störche, Kormorane, Schreiseeadler, Löffler, und Pelikane. Auf einer Insel im See, Gibraltar Island, siedelt die größte Goliathreiher-Kolonie Ostafrikas. Auch sind zahlreiche Flusspferde und Krokodile anzutreffen.

Sehenswürdigkeiten
- 458 verschieden Vogelarten
- Idyllische Lage inmitten von Bergen
- malerische Inseln, zum Teil bewohnt


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Lake Baringo National Park

285 km nordnordwestlich von Nairobi befindet sich der Lake Baringo. Er hat eine Größe von 108 km² und bildet zusammen mit dem Lake Bogoria das Baringo-Bogoria-Becken. Der See liegt im Rift Valley umgeben von den steile Flanken des Grabenbruchs auf einer Höhe von 975 m und erreicht nur eine maximale Tiefe von 4 m. Obwohl bisher kein Abfluss des Sees gefunden wurde, besteht er aus Süßwasser.

Außerhalb der Regenzeiten heiß und trocken.

Der See ist von einem dichten Schilf- und Papyrusgürtel umgeben. Da es sich um kein Naturschutzgebiet handelt, befinden sich hier Siedlungen, wie z.B. Fischerdörfer.

Das Süßwasser des Sees erlaubt eine einzigartige Fülle an Fischen, die der reichlichen Vogelwelt Nahrung bieten. So gibt es hier v.a. Reiher, Störche, Kormorane, Schreiseeadler, Löffler, und Pelikane. Auf einer Insel im See, Gibraltar Island, siedelt die größte Goliathreiher-Kolonie Ostafrikas. Auch sind zahlreiche Flusspferde und Krokodile anzutreffen.

Sehenswürdigkeiten
- 458 verschieden Vogelarten
- Idyllische Lage inmitten von Bergen
- malerische Inseln, zum Teil bewohnt


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Lake Naivasha National Park

Der Lake Naivasha ist wie der Baringo See ein Süßwassersee, während alle weiteren Seen im östlichen Rift Valley alkalisch sind. In der Kolonialzeit war der See ein beliebter Treffpunkt der Kolonialherren, die durch ihren dekadenten Lebensstil von sich reden machten.

Der Naivasha See befindet sich im östlichen Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs auf einer Höhe von 1890 m und ist damit der höchstgelegenste See des Rift Valley. Die Flüsse Malewa und Gilgil speisen den rund 130 km² großen See, der von Vulkanen umringt ist. Im Osten des Sees befindet sich eine sichelförmige Insel, deren Form der Kraterrand eines Vulkans bildet. Nairobi ist rund 70 km entfernt.

Das Klima wechselt von kühl, heiß und feucht zu heiß und trocken. Regenzeit ist von März bis Mai und von November bis Januar. Die Jahresdurchschnittsmenge an Niederschlag beträgt ca. 700 mm.

Die Landschaft um den kristallklaren See ist malerisch. An den Ufern wachsen Papyrus und große Bäume. Da die Böden in der Umgebung des Sees sehr fruchtbar sind und der See Wasser für die Bewässerung liefert, wird in der Gegend Landwirtschaft betrieben. Die Region ist bekannt für ihre Blumenzucht und sie ist das einzige Weinanbaugebiet Kenias.

Der See beherbergt eine große Flusspferd-Population. Eine Vielzahl an Vögeln, über 300 Arten bevölkert den See und seine Umgebung, wie zum Beispiel der Schreiseeadler, Ibis, Pelikan, Marabu, Kormoran. Rund um den See trifft man auch Antilopen, Giraffen, Zebras und Gnus an.

Sehenswürdigkeiten / Besonderheiten
- wunderschöner See in herrlicher Umgebung
- reiche Vogelwelt
- Flusspferd-Kolonie
- der Hell’s Gate National Park befindet sich südlich des Naivasha Sees


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Lake Nakuru National Park

2011 wurde der Lake Nakuru, zusammen mit zwei weiteren Seen des Rift Valley, Lake Bogoria und Lake Elemantaita in die Liste der UNESCO Welterbestätten aufgenommen. Berühmt sind die Seen durch die hohe Population an Flamingos. Zudem befindet sich die Seenkette an einer Zugvogelroute und viele Zugvogelarten rasten oder überwintern hier.

Der Lake Nakuru ist ein sehr schöner alkalischer See der in einer Senke des Great Rift Valley liegt, etwa 160 km nordwestlich der Hauptstadt Nairobi. Der Park ist 188 km² groß und wurde 1967 als erster Vogelschutz Nationalpark Afrikas eingerichtet. Der See liegt auf 1754 m über dem Meeresspiegel und bedeckt eine Fläche von rund 40 km².

Außerhalb der Regenzeiten ist es heiß und trocken.

Im Osten des Sees gibt es den größten reinen Kandelaber-Euphorbien-Wald in Afrika. Im Süden wird der See von Sümpfen und offener Savannenlandschaft begrenzt. Im Westen bieten die steilen „Baboon-Cliffs“ dem Besucher einen herrlichen Ausblick über den See mit seiner riesigen Flamingo Kolonie.
Bekannt ist der See vor allem für die Hunderttausende Flamingos, die sich im flachen Wasser von Algen und Kleinkrebsen ernähren. In der Brutzeit kann man auch die Flamingonester mit den Küken beobachten. Neben den zwei Flamingoarten gibt es hier weitere rund 400 Vogelarten, davon rund 90 Wasservögelarten. Der Fischreichtum, vor allem an Rotbarschen, lockt auch eine großen Anzahl Rosa Pelikane an.
Der Lake Nakuru National Park ist ein Schutzgebiet für Nashörner und es gibt hier eine Population von Spitz- und Breitmaulnashörnern, die aus anderen Teilen Kenias hierher gebracht wurden.
1977 wurden im Nationalpark die sehr seltenen und im Bestand bedrohten Rothschildgiraffen erfolgreich angesiedelt. In der Umgebung des Sees halten sich weitere rund 50 Säugetierarten auf, wie Antilopen, Wasserböcke, Paviane, Büffel, Giraffen, Impalas, Warzenschweine, Zebras.

Sehenswürdigkeiten
- landschaftliche Schönheit
- riesige Population an Flamingos
- dichte Nashornpopulation
- seltene Rothschildgiraffen


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Masai Mara Game Reserve

Das Masai Mara (oder auch Maasai) Reserve ist das populärste und meistbesuchte Schutzgebiet Kenias. Alljährlich ziehen von Ende Juli bis Oktober Hunderttausende fassende Herden von Gnus, Zebras, Gazellen und Antilopen auf der Suche nach Weidegründen aus der nördlichen Serengeti in die Masai Mara und zurück.
Der Name des Schutzgebietes leitet sich von den in der Region lebenden Massai ab, die im Reservat ihre Tiere weiden lassen dürfen.

Das Naturschutzgebiet Masai Mara wurde 1961 gegründet und hat eine Fläche von 1510 km². Im Inneren des Parks gibt es ein Gebiet von rund 500 km² mit dem Status eines Nationalparks. Hier hat der Schutz der Wildtiere Vorrang.
Die Masai Mara liegt im Südwesten Kenias und grenzt direkt an den Serengeti Nationalpark in Tansania. Das Reservat liegt auf einer Höhe von rund 1500 bis 1800 m über dem Meeresspiegel. Im Osten wird es von den Ngama Hills mit Gipfeln bis 2080 m Höhe begrenzt.

Die Jahresdurchschnittsmenge an Regen beträgt ca. 1100 mm.
Es gibt von März bis Mai die große Regenzeit mit heftigen Niederschlägen und die kleinere Regenzeit von November bis Dezember. In dieser Zeit können die Pisten das Reservates teilweise unpassierbar und verschlammt sein.
Die Trockenzeit von Juli bis Oktober eignet sich hervorragend zum Miterleben der Great Migration, der großen Tierwanderung. Aber auch in dieser Zeit sind Regenfälle durchaus möglich. Am wärmsten ist es im Dezember und Januar. Die kühlsten Monate sind Juni und Juli.

Die Landschaft im der Masi Mara ist abwechslungsreich. Die Hauptvegetation besteht aus offener Savanne, die von einzelnen Bäumen und Akazienhainen durchsetzt ist. Daneben gibt es sanfte Hügel, Inselberge, Sümpfe und Galeriewälder entlang der beiden großen Flüsse Mara und Talek.

Die Masai Mara gehört zu den wildreichsten Reservaten Afrikas. Ein besonderes Naturereignis ist die jährlich von Juli bis September stattfindende Wanderung riesiger Herden aus der Serengeti in die Masai Mara und auch wieder zurück. Es ist ein besonderes Erlebnis, zu beobachten wie hunderttausende Gnus und auch Zebras, Antilopen und Gazellen den Fluss Mara überqueren müssen. Die Steilufer des Flusses müssen überwunden werden, während von hinten die riesige Herde drängelt. In den Fluten lauern dann Krokodile auf Beute.
Die Anzahl an Raubtieren wie Löwen, Leoparden, Geparden, Wildhunde und Hyänen ist in der Masai Mara sehr hoch und das Reservat ist berühmt für seine Großkatzen.
Viele Tiere der Masai Mara sind standorttreu und Pirschfahrten werden nie langweilig. Es gibt Elefanten, Giraffen, Nashörner, Flusspferde, Warzenschweine, Dikdiks, Tüpfelhyänen, Paviane, Kaffernbüffel, Strauße und viele andere. Vor allem in den Wäldern finden sich über 400 Vögelarten, davon über 50 Greifvogelarten.

Sehenswürdigkeiten / Besonderheiten
- Great Migration, die Massenwanderung hunderttausender Tiere aus der Serengeti in die Masai Mara und zurück: Juli bis Oktober
- Big Five: Löwe, Leopard, Elefant, Büffel, Nashorn
- Kenias tierreichstes Reservat
- Pirschfahrten, die nie langweilig werden oder auch Fahrten im Heißluftballon über die Savanne
- am Rande der Masai Mara gibt es zahlreiche typische Massai Dörfer


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Meru National Park

Der Meru National Park zeichnet sich durch seine wilde Schönheit aus und gilt noch als Geheimtipp. Bekannt geworden ist der Park auch durch das Buch „Born Free“ von Joy Adamson, welches in 33 Sprachen übersetzt und 1965 auch verfilmt wurde. Darin geht es um die zahme Löwin „Elsa“, die von Joy Adamson und ihrem Mann George Adamson aufgezogen und später ausgewildert wurde.

Der Nationalpark Meru liegt am Äquator in einer abgelegenen Region Kenias, rund 100 km östlich des Mount Kenya Massivs und etwa 300 km nordöstlich von Nairobi. Der Park ist 870 km² groß und liegt auf einer Höhe zwischen rund 300 und 1000 m über dem Meeresspiegel. Im Osten grenzt der Park an das Bisanandi National Reserve und im Südosten an den Kora National Park.

Der Park liegt in der halbtrockenen Zone mit unregelmäßigen Niederschlägen. Regenzeit ist im April bis Juni und im November bis Dezember. Das Klima ist allgemein warm mit geringer Luftfeuchtigkeit und daher sehr angenehm. Die Tage sind heiß und die Nächte angenehm.

Der Meru National Park bietet verschiedenste Landschaften und Ökosysteme: Savanne mit vereinzelten Akazien, Hügel, Sümpfe, Buschland, dichte Wälder, Doumpalmen-Haine. Zahlreiche Flussläufe durchziehen den Park. Viele davon führen ganzjährig Wasser, da sie in den Bergen entspringen. Die Wasserläufe folgen den Lavazungen der Nyambene Berge in südöstliche Richtung zum Fluss Tana.

Löwen nutzen Felsinseln in der Landschaft als Aussichtspunkte. Es gibt große Büffel- und Elefantenherden, Netzgiraffen, Oryxantilopen, Elanantilopen, den scheuen Kleinen Kudu, Leoparden, Geparden, Wildhunde, Nilpferde, Krokodile. Es finden sich über 300 Vogelarten im Park und der dichte Flusswald eignet sich bestens zu ornithologischen Beobachtungen.

Sehenswürdigkeiten / Besonderheiten
- landschaftliche Vielfalt
- unberührte Wildnis
- Blick auf dem Mount Kenya
- Adamsons Wasserfall am Tana Fluß
- hier wurde die Löwin „Elsa“ in den fünfziger Jahren ausgewildert; Bestseller „Born Free“ von Joy Adamson


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Mount Kenya National Park

Der Mount Kenya ist der höchste Berg des Landes und der zweithöchste Afrikas nach dem Kilimanjaro. Ab der Höhe von 3200 m gilt der Mount Kenya als Nationalpark zum Schutze der Landschaft, der Fauna und Flora. Der Mount Kenya wurde in die Liste des Weltnaturerbes der UNESCO aufgenommen. Die einheimische Bevölkerung verehrt den Berg als Sitz eines Gottes. Der Mount Kenya ist ein wichtiger Wasserlieferant des Landes. Der Mount Kenya kann bestiegen werden.

Das Mount Kenya Massiv liegt am Äquator, rund 150 km nordöstlich von Nairobi. Das Massiv ist etwa 90 km lang und 50 km breit. Der National Park erstreckt sich auf rund 700 km² oberhalb von 3200 m. Der Berg befindet sich am Ostrand des Rift Valleys und ist vulkanischen Ursprungs. Zahlreiche Krater und Lavaströme zeugen davon. Bei dem Mount Kenya handelt es sich um einen erloschenen Vulkan. Der Berg hat drei Hauptgipfel, den Batian (5199 m), den Nelion (5189 m) und den Lenana (4985 m), alle drei sind nach großen Massai Häuptlingen benannt.

Das Klima variiert je nach Höhenstufe. Das Klima ist tropisch mit hoher Luftfeuchtigkeit und großen Niederschlagsmengen. Es regnet auch außerhalb der Regenzeiten (März-Mai, November-Dezember) an rund 200 Tagen im Jahr. In den tieferen Regionen ist es heiß und feucht und in den höheren Lagen frostig. Durch die Verdunstung sind die Gipfel häufig in Wolken gehüllt.

Der Fuß des Berges ist bis auf eine Höhe von rund 1900 m durch landwirtschaftliche Nutzung geprägt. Danach folgt hochstämmiger Bergregenwald mit bis zu 40 m hohen Bäumen, die von Epiphyten, wie Orchideen und Farnen, überwuchert werden. In den Höhenlagen von 2700 m bis 3000 m folgt ein dichter Bambuswald. In der Zone bis etwa 3300 m kommt lichterer Wald aus bis zu 15 m hohen Kosobäumen, in Höhen von 3300 m bis 3600 m Höhe die Riesenheidezone, deren Baumheidegewächse noch bis zu 4 m hoch werden können. Danach folgt die afroalpine Region mit Moor und Gräsern, herrlichen Lobelien und bis zu 4 m hohem Kreuzkraut. Höher gibt es nur noch Geröllhalden mit Flechten und Moosen, und ab etwa 4300 m beginnen die Gletscher. Die Bergspitzen sind felsig und von Eisfeldern und Gletschern bedeckt.

Der Mount Kenya ist Heimat vieler Tierarten: verschiedene Meerkatzenarten, Paviane, Waldschweine, Buschböcke, die seltenen Bongos, Elefanten, Hyänen, Nashörner, Leoparden, Geparden, Klippspringer, Bergklippschiefer und andere. Kaffernbüffel kommen recht häufig vor und können gefährlich werden, wenn sie im Bambusdickicht zu spät entdeckt werden.

Sehenswürdigkeiten / Besonderheiten
- der Mount Kenya ist der höchste Gipfel Kenias und der zweithöchste Afrikas
- der Mount Kenya ist einer der wenigen Orte am Äquator mit ewigem Schnee und Eis
- der Mount Kenya eignet sich hervorragend zum Wandern und Bergsteigen: es gibt Routen zu niedrigeren Gipfeln für ungeübte Wanderer und diverse Routen für erfahrene Bergsteiger
- Hochgebirgspanorama und interessante Tierwelt am Fuße des Berges
- landschaftliche Vielfalt mit entsprechender Fauna


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Nairobi National Park

Der Nairobi National Park wurde 1946 gegründet und ist Kenias erster Park. Hier wurden 1989 öffentlich als Symbol im Kampf gegen Wilderei 12 Tonnen Elfenbein im Wert von 760000 US-Dollar verbrannt.

Der Park befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Nairobi, 7 km südlich des Stadtzentrums kann man vom Park aus die Skyline der Großstadt sehen. Der 117 km² große Park ist eingezäunt. Im Südwesten bildet der Mbagathi Fluss eine natürliche Grenze und ermöglicht die Wanderung von Huftierherden. Der Park liegt zwischen 1500 und 1800 m über dem Meeresspiegel.

Es gibt zwei Regenzeiten, die stärkere im April / Mai und eine etwas schwächere im November / Dezember.

Ein Großteil des Parks besteht aus offener Grassavanne mit Akazien- und Dornbuschbestand. Im Hochland im Westen des Parks gibt es Wälder, ebenso gibt es Galeriewälder und kleine Sumpfgebiete entlang des Athi Flusses.

Der Park hat eine reiche Tierwelt in unmittelbarer Nähe zur Großstadt zu bieten. Es gibt hier die seltenen schwarzen Nashörner, Löwen, Leoparden, Geparde, Kaffernbüffel, Zebras, Gnus, Giraffen, Elanantilopen, Warzenschweine, insgesamt rund 70 Säugetierarten. Auch kann hier der ornithologisch interessierte Besucher viel entdecken, über 400 verschiedene Vogelarten. An den Gewässern halten sich Flusspferde, Krokodile und auch Nil-Warane auf. Die meisten Tiere befinden sich das ganze Jahr über im Park, nur einige Huftiere wie Antilopen und Zebras konzentrieren sich in der Trockenzeit im Park, da sie hier ausreichend Tränken finden.

Sehenswürdigkeiten / Besonderheiten
- Artenreichtum in unmittelbarer Nähe zur Großstadt Nairobi
- Vorkommen des seltenen schwarzen Nashorns
- In einem abgelegenen Teil des Parks befindet sich die berühmte Aufzuchtstation für Elefanten und Nashörner, „David Sheldrick Wildlife Trust“. Hier werden verwaiste oder auch kranke Jungtiere von Hand aufgezogen. Die Einrichtung steht täglich 1 Stunde lang Besuchern offen.


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Samburu Game Reserve

Das Samburu Game Reserve ist durch jene Löwin bekannt geworden, die ein Orxyantlopenkalb adoptiert hat. Das Reservat bildet zusammen mit den benachbarten National Reserves, Buffalo Springs und Shaba, eine ökologische Einheit von ca. 800 km².

Das Reservat liegt rund 350 km nördlich von Nairobi, nördlich des Flusses Uaso Nyiro (auch Ewaso Nyiro) auf einer Höhe von 800 bis 1250 m über dem Meeresspiegel.

Das Klima im Samburu Game Reserve ist tagsüber heiß und trocken und abends und in der Nacht kühl. Die meisten Niederschläge fallen in den ausgeprägten Regenzeiten von März bis Mai und Oktober bis Dezember. Die Jahresdurchschnittsmenge an Niederschlag beträgt ca. 1000 mm, wobei die Monate zwischen den Regenzeiten sehr trocken sind.

Das Reservat ist gekennzeichnet durch offene Grassavanne im Wechsel mit Dornbuschsavanne. Akazienhaine, dichte Galeriewäldern und Sümpfe begleiten den Lauf des Flusses Uaso Nyiro.

Im Reservat sind zahlreiche Wildtiere heimisch. Es gibt große Elefantenherden, die vom Wasser angelockt werden, Löwen, Leoparden, Geparden, Hyänen, Netzgiraffen, Grevy-Zebras, Giraffengazellen, Dikdiks, Impalas, Krokodile, Nil-Warane und über 400 Vogelarten.

Sehenswürdigkeiten / Besonderheiten
- zahlreiche Wildtiere in herrlicher Umgebung
- Das Reservat ist Heimat der Samburu, einem Stamm der mit den Massai verwandt ist, mit ähnlicher Lebensweise als Halbnomaden und Viehzüchter


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Sweetwaters Reservat

Das Sweetwaters Reservat ist privat geführt und wirtschaftet kostendeckend. Es liegt innerhalb der Ol Pejeta Ranch, auf dessen Gelände das renommierte Smithsonian Institute (USA) in Zusammenarbeit mit der Durham University England eine Studie zur Erforschung der Interaktion von Mensch und Wildtier in prähistorischen Zeiten betreibt.

Das Sweetwaters Reservat liegt in der Nähe der Stadt Nanyuki am Äquator, rund 200 km nördlich von Nairobi zwischen den Ausläufern des Aberdare Gebirges und dem Mount Kenya. Von Sweetwaters aus hat man einen herrlichen Ausblick auf den schneebedeckten Gipfel des Mount Kenya.

Es gibt in Kenia zwei Regenzeiten, die große von März bis Mai und die kleine von Oktober bis Dezember. Die Jahresniederschlagsmenge beträgt ca. 800 mm. Im Sweetwaters Game Reserve herrscht ein sehr angenehmes Hochlandklima mit konstanten Tageshöchsttemperaturen von 22 bis 26 Grad über das ganze Jahr.

Die vorherrschende Landschaftsform ist die Grassavanne mit vereinzelten Akazienhainen und dornigem Buschland. Entlang der Flüsse gibt es Galeriewälder.

Das Reservat beherbergt eine Vielzahl an Wildtieren, wie auch die Big Five. Sweetwaters ist ein bekanntes Schutzgebiet für Spitzmaulnashörner. Die stark gefährdeten Tiere wurden zum Teil von Hand aufgezogen und können in ihrem umzäunten Gebiet hervorragend beobachtet werden.
Die meisten Schimpansen, die hier in einem riesigen Freigehege Schutz finden, stammen aus dem Jane Goodall Institut in Burundi. Die Tiere wurden nach Ausbruch des Bürgerkrieges hierher evakuiert.

Sehenswürdigkeiten / Besonderheiten
- hohe Population an Wildtieren: Big Five, Giraffen, Zebras, Warzenschweine
- ornithologisches Paradies: über 500 Vögelarten
- Spitznashorn Schutzgebiet
- Schimpansen Schutzgebiet
- privat geführtes Schutzgebiet
- Massai Gebiet


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Tsavo East National Park

Der Tsavo East National Park ist das größte Wildschutzgebiet Kenias und ist bekannt für seine weite, raue Landschaft und die Elefantenpopulation. Der Tsavo East National Park liegt im Südosten Kenias, östlich der Straße zwischen Nairobi und Mombasa und nimmt eine Fläche von rund 12000 km² ein. Etwa zwei Drittel des Parks, die Gebiete nördlich des immer Wasser führenden Galana Flusses, sind für Besucher gesperrt. Der National Park Tsavo wurde 1948 gegründet und ein Jahr später aus verwaltungstechnischen Gründen in Tsavo East und Tsavo West National Park geteilt. Der Untergrund ist in großen Teilen des Parks vulkanischen Ursprungs.

Obwohl Kenia am Äquator liegt, ist das Klima im Hochland recht angenehm. In der Regel gibt es in Kenia zwei Regenzeiten, die Große von März bis Mai mit ergiebigen Niederschlägen. Während dieser Zeit ist die Landschaft am Grünsten, allerdings sind die Wildtiere wegen des Wasserangebotes eher verstreut. Die kleine Regenzeit bringt weniger heftige Niederschläge und ist auch kürzer von November bis Dezember. Die beste Reisezeit ist von Januar bis März. In dieser Zeit ist das Wetter meist stabil und warm und trocken. Die Niederschlagsmenge erreicht im Durchschnitt 500 mm pro Jahr.

Der größte Teil des Parks ist bedeckt von Trocken- und Dornbuschsavanne mit vereinzelten Akazien. Teile der Landschaft sind sogar Halbwüste. Es gibt einzelne Inselberge und spektakuläre Felsformationen und entlang der wenigen Wasserläufe und Flüsse schmale Galeriewälder.

Der Tsavo East ist vor allem für die große Elefantenpopulation berühmt. Die „roten“ Elefanten von Tsavo verdanken die Färbung der roten Erde im Park. Sie können an verschiedenen Wasserlöchern beobachtet werden.

Die Löwen dieser Gegend haben meist keine Mähne, was als Anpassung an die hohen Temperaturen gedeutet wird. In dieser trockenen Gegend kommen Giraffengazellen, Oryxantilopen, Grantgazellen vor. Es gibt auch Spitzmaulnashörner, Kaffernbüffel, Elenantilopen, Geparden, Leoparden, Wasserböcke, Impalas, Giraffen, Dikdiks, Grüne Meerkatzen, Paviane und über 500 Vogelarten. In den Flüssen kommen Krokodile und Flusspferde vor.

Sehenswürdigkeiten / Besonderheiten
- raue, wilde Landschaft
- große Elefantenpopulation
- Lugard Wasserfälle
- Yatta-Plateau: der längste Lavastrom der Welt (300 km)


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Tsavo West National Park

Der Tsavo National Park wurde 1948 gegründet und ein Jahr später in Tsavo West und East geteilt. In der Präsentation des "Kenya Wildlife Service", dessen Verwaltung der Park obliegt, wird der Tsavo West mit "Land of Lava, Springs and Man-eaters" betitelt. Als 1898 die Bahnstrecke über den Tsavo Fluss gebaut werden sollte, wurden die Arbeiter wiederholt von zwei Löwen angegriffen und auch getötet. Die Löwen ließen sich weder durch Absperrungen, nächtliche Feuer oder sonstige Maßnahmen abhalten, so dass die Arbeiter zu der Überzeugung gelangten, dass es sich hierbei um Geister handeln musste. Es ging soweit, dass die Arbeiten an der Bahnlinie zeitweilig eingestellt wurden, bis die Löwen nach unzähligen Versuchen zur Strecke gebracht werden konnten. Die Legende der menschenfressenden Löwen von Tsavo war geboren!
1907 wurde das Buch von J.H. Patterson „The Man-eaters of Tsavo“ veröffentlicht und 1996 mit Michael Douglas in der Hauptrolle verfilmt („Der Geist und die Dunkelheit“).

Der Tsavo West National Park erstreckt sich im Südosten Kenias, westlich der Straße zwischen Nairobi und Mombasa, bis an die tansanische Grenze im Süden. Der hat Park hat eine Fläche von rund 9000 km².

Obwohl Kenia am Äquator liegt, ist das Klima im Hochland recht angenehm. In der Regel gibt es in Kenia zwei Regenzeiten, die Große von März bis Mai mit ergiebigen Niederschlägen. Während dieser Zeit ist die Landschaft am Grünsten, allerdings sind die Wildtiere wegen des Wasserangebotes eher verstreut. Die kleine Regenzeit bringt weniger heftige Niederschläge und ist auch kürzer von November bis Dezember.
Die beste Reisezeit ist von Januar bis März. In dieser Zeit ist das Wetter meist stabil und warm und trocken. Die Niederschlagsmenge beträgt 200 – 700 mm pro Jahr.

Die Landschaft im Tsavo West National Park ist abwechslungsreicher und auch feuchter als im benachbarten Tsavo East. Die trockene Trocken- und Dornbuschsavanne wechselt sich ab mit ganzen Akazienwäldern, Hügeln, Vulkankegeln und vegetationsfreien Lavaflüssen. Entlang der Flüsse ziehen sich üppige Galeriewälder. Aus den Mzima Quellen, in deren Umgebung Feigen und Palmen gedeihen, sprudelt das kristallklare Wasser des Kilimanjaro.

Neben den Big Five, Elefant, Nashorn, Löwe, Büffel und Leopard, halten sich im Park zahlreiche weitere Tierarten auf, wie Giraffen, Zebras, Antilopen, Dikdiks, Kudus, verschiedenen Meerkatzen, Strauße und insgesamt über 500 Vogelarten. An den Gewässern können Krokodile und Flusspferden beobachtet werden

Sehenswürdigkeiten / Besonderheiten
- landschaftlich sehr interessant
- Mzima Quellen
- große Anzahl an Elefanten


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Tansania Reisen Löwen Lions Serengeti

 

Tansania Nationalparks, Reservate und Schutzgebiete.

Serengeti

Der Serengeti National Park gehört zu den bekanntesten Nationalparks der Welt. Seit 1981 steht der Park auf der UNESCO-Liste das Weltnaturerbes. Bei uns wurden die Savannen der Serengeti vor allem durch den faszinierenden Dokumentarfilm „Serengeti darf nicht sterben“ aus dem Jahr 1959 von Michael und Bernhard Grzimek bekannt.

Der Serengeti National Park erstreckt sich im Norden Tansanias, östlich des Victoria Sees. Der Park ist umgeben von weiteren Schutzgebieten. Im Norden grenzt er an das kenianische Masai Mara Game Reserve, im Osten an die Loliondo Controlled Area und die Ngorongoro Conservation Area, im Südwesten an das Maswa Game Reserve und im Osten an die Grumeti und Ikorongo Controlled Areas.
Der Serengeti Nationalpark selbst umfasst ein Gebiet von rund 15 000 km², zusammen mit den umliegenden Schutzgebieten sind es etwa 30 000 km². Der Park erstreckt sich zwischen 900 und 1850 m über dem Meeresspiegel.

Das Klima im Serengeti National Park ist tropisch mit zwei ausgeprägten Regenzeiten, der großen Regenzeit von März bis Mai mit heftigeren Niederschlägen und der kleinen Regenzeit von November bis Dezember. Die Niederschlagsmenge beträgt im Jahresdurchschnitt je nach Höhenlage zwischen 700 und 1400 mm. Die Tagesmaxima liegen bei rund 30 Grad und die Nachttemperaturen zwischen 18 und 25 Grad.

In der Sprache der Massai bedeutet „Serengeti“ endlose Ebene. Scheinbar endlose Kurzgras- und Langgrassavannen bedecken die Ebene. Während der Trockenzeiten wird das Grasland dürr und in Regenzeiten grün und voller Blumen. Vereinzelt gibt es Akazienhaine und Galeriewälder aus Akazien und Feigen entlang der Flüsse, auch Sümpfe und Alkali-Seen. Im Südosten erheben sich mehrere Inselberge, so genannte Kopjes aus der Ebene, die von den Löwen gerne als Aussichtspunkte genutzt werden.

Die Serengeti ist vor allem wegen der alljährlichen großen Wanderung der Gnus, Zebras und Thomson-Gazellen bekannt. Millionen Tiere machen sich auf der Suche nach neuen Weidegründen im Januar und Februar im Südosten der Serengeti auf den Weg über die westliche Hälfte des Parks in Richtung Norden. Im September und Oktober erreichen sie Masai Mara in Kenia und kehren im November über die Loliondo Controlled Area in die Serengeti Ebene zurück. Es wurden schon Tierzüge gesichtet, die über 40 km lang waren!
Die Herden werden begleitet von Löwen, Hyänen und anderen Raubtieren.
Viele Zugvögel aus Europa und Zentralasien überwintern in der Serengeti, dazu kommen noch rund 300 heimische Vogelarten, die sich besonders in den Galeriewäldern und Sümpfen aufhalten.
Auch Elefanten, Flusspferde, vereinzelt Spitznashörner, drei Schakalarten und viele weitere Tierarten können im Park entdeckt werden.


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Ngorongoro Krater, Ngorongoro Conservation Area

1959 wurde das Schutzgebiet Ngorongoro Conservation Area eingerichtet. Zwanzig Jahre später wurde der Ngorongoro in die UNESCO-Liste des Weltnaturerbes aufgenommen und 2010 wurde der Krater zum Weltkulturerbe ernannt.
Am Rande des Kraters wurden Michael Grzimek und sein Vater Bernhard Grzimek bestattet, die wesentlich zum Schutz der Region beigetragen haben.

Die Ngorongoro Conservation Area umfasst den Einbruchskrater des Ngorongoro, den noch aktiven Vulkan Oldonyio Lengai und die Olduvai Schlucht. Das Ngorongoro Schutzgebiet befindet sich im Norden Tansanias, am südöstlichen Rand der Serengeti.
Der Boden des Kraters liegt auf etwa 1700 m Höhe und die Kraterwände sind etwa 400 bis 600 m hoch und liegen auf rund 2300 m über dem Meeresspiegel. Der Krater ist oval und hat einen Durchmesser zwischen 17 und 21 km.

Aufgrund der unterschiedlichen Höhenlagen gibt es verschiedene Klimazonen. In den höheren Lagen ist es meist kühler und auch feuchter. Durch vermehrte Kondensation hängen die Wolken manchmal sehr tief und verdecken den Kraterrand. Es gibt zwei Regenzeiten, die stärkere von März bis Mai, während der die Pisten am Krater teilweise gesperrt sind, und eine schwächere von November bis Januar. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge pro Jahr beträgt rund 700 mm, variiert aber je nach Höhenlage. Aufgrund feuchter Winde vom Indischen Ozean her, regnet es häufiger an den Osthängen ab, als an den Westhängen und in der Olduvai Schlucht, die sich im Regenschatten befinden.

Die Hänge des Kraters sind mit dichten Regenwäldern bedeckt. Der Krater wurde Jahrhunderte lang von den Massai als Weidegrund genutzt und dadurch wurde die ganze Landschaft anthropogen überprägt. Der Kratergrund ist zum Großteil mit Grasland bedeckt, welches zur Trockenzeit recht dürr ist, und vereinzelten Akazienhainen. Es gibt einen Alkali-See, den Lake Magadi, und ausgedehnte Sumpflandschaften um ihn herum.

Der Kraterboden bietet rund 30 000 Tieren eine Heimat, darunter einer besonders hohen Dichte an Raubtieren, der höchsten Afrikas. Dazu kommen Zebras, Büffel, Gnus, Elenantilopen, Grant- und Thomson-Gazellen, Warzenschweine, Löwen, Geparden, Leoparden, Schakale und Tüpfelhyänen. Es gibt auch Elefanten, Flusspferde und einige der bedrohten Spitzmaulnashörner.
Die Sümpfe und der Soda-See beherbergen rund 250 Vogelarten.
Die große Tierwanderung aus der Serengeti führt auch durch den Ngorongoro Krater.


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Selous National Park

Das Reservat wurde nach dem britischen Großwildjäger Frederick C. Selous benannt, der bereits zu Lebzeiten legendär war. Das Reservat wurde bereits 1922 gegründet und 1982 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

Das Reservat liegt im Südosten Tansanias und ist mit rund 52.000 km² das größte Wildschutzgebiet Afrikas. Im Norden grenzt das Reservat an den Mikumi National Park und im Nordwesten an den Udzungwa Mountains National Park.
Der Park liegt zwischen 100 m über dem Meeresspiegel im Westen und 1200 m im Südwesten.
Nur ein kleiner Teil des Reservates nördlich des Rufiji River ist für Pirschfahrten und Fotosafaris zugänglich.

Das Klima im Selous National Park ist tropisch, das ganze Jahr über heiß und schwül. Regenzeit ist von Oktober bis Mai, wobei die Niederschläge in den Monaten März und April besonders ergiebig sind. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge pro Jahr beträgt rund 1300 mm. Trockenzeit ist von Juni bis Oktober, wobei es auch in dieser Zeit gelegentlich zu Regenfällen kommen kann.

Die Landschaft des Parks ist unberührt und wenig durch menschlichen Einfluss verändert, da die Region nur dünn besiedelt war. Die Vegetation besteht vor allem aus Laub abwerfende Miambo-Wälder, die rund 15 m hoch werden. Der nördliche Teil ist bedeckt von Gras- und Sumpflandschaften mit einzelnen Akazien, Baobabs (Affenbrotbäume) und Doum-Palmen.
Der Rufiji River durchquert das Reservat von West nach Ost und prägt die Landschaft sehr eindrücklich. Der Fluss bildet ein Binnendelta mit zahlreiche Seitenarmen, Sandbänken, Inseln und Seen. Die Wasserläufe werden von Galeriewäldern und vereinzelt Papyrusdickichten begleitet.

Der Rufiji River ist Heimat zahlreicher Vogelarten. Auch viele andere Tiere halten sich im Bereich des Wassers auf und können zum Beispiel im Zuge einer Boots-Safari sehr gut beobachtet werden. In den Seen entlang des Flusses leben viele Flusspferde und Krokodile. Während der Trockenzeit zwischen Juni und Oktober zieht es besonders viele Tiere zum Rufiji River.
Im Selous National Park kommen die sehr selten gewordenen Afrikanischen Wildhunde vor und auch zahlreiche weitere Säugetierarten. Die Elefantenpopulation ist besonders hoch.


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Tarangire National Park

Ein typisches Bild des Tarangire National Parks ist die weite Landschaft mit mächtigen Baobab-Bäumen.
Der in Nord-Süd-Richtung lang gezogene Park liegt in Nordtansania, rund 120 km südwestlich der Stadt Arusha in der Nähe des Lake Manyara. Der Park hat eine Fläche von 2.600 km² und liegt auf einer Höhe zwischen 1.100 und 1.400 m. Der National Park wurde 1970 eingerichtet.

Das Klima ist tropisch mit zwei Regenzeiten, einer längeren zwischen März und Mai mit heftigen Niederschlägen. Die kleine Regenzeit reicht von November bis Dezember. Zwischen Juni und Oktober gibt es eine lange Trockenzeit, die am besten für Tierbeobachtungen geeignet ist.
Der Jahresdurchschnitt der Niederschlagsmenge liegt bei rund 700 mm.
Die Tagesdurchschnittstemperaturen bewegen sich zwischen 21 und 26 Grad, die Nachttemperaturen zwischen 9 und 14 Grad.

Der Tarangire River durchzieht den Park von Süden nach Norden. Entlang des Flusses gibt es Sumpfgebiete, Palmen und Akazienhaine. In der Regenzeit überflutet das Flusswasser die umliegenden Graslandschaften und es erstrecken sich im Südwesten des Parks weite Sumpfgebiete. Der Großteil des Parks ist bedeckt von Gras- und offener Buschsavanne mit Akazienhainen und vereinzelten Inselbergen. Im Nordosten wachsen die imposanten Baobabs (Affenbrotbäume).

Der Tarangire River führt ganzjährig Wasser und lockt in der Trockenzeit Massen an Tieren aus umliegenden Gebieten an. An die 100 Säugetierarten sind im Park heimisch, wie Gnus, Impalas, Warzenschweine, Kaffernbüffel, Elefanten, Löwen, Hyänen, Paviane, Kudus, Diadem-Meerkatzen, Giraffen und viele Vogelarten

Besonderheiten
- „kleine Migration“; der Park ist während der Trockenzeit von August bis Oktober Ziel vieler Tiere aus der Umgebung


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Ruaha National Park

Der Ruaha National Park gehört zu den wildesten und ursprünglichsten Parks Tansania und gilt noch als Geheimtipp und ist deshalb auch nicht überlaufen.
Der Park liegt im südlichen Zentraltansania, nördlich der Straße zwischen Iringa und Mbeya.
Er liegt ca. 800 km südlich des Äquators. Der Park ist sehr groß, umfasst eine Fläche von rund 10.300 km² und wurde 1964 gegründet. Der Norden des Parks ist zum Schutze der Tierwelt und der Landschaft für Besucher nicht zugänglich.

Das Klima ist tropisch mit zwei Regenzeiten zwischen März und Mai und November und Dezember. Die Regenzeiten können sich durchaus auch verschieben oder ausfallen. Zwischen den Regenzeiten kann es sehr trocken werden. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge pro Jahr beträgt 500 mm. Die Tagesmaxima liegen zwischen 28 und 32 Grad, die durchschnittlichen Nachttemperaturen zwischen 18 und 24 Grad. Das Klima ist recht angenehm und es ist nicht zu schwül.

Der Park wird durchzogen von der rund 200 m hohen Stufe des Grabenbruchs, die den Park in zwei Teile teilt. Im südlichen Teil, der für Besucher zugänglich ist, liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von rund 900 m das Ruaha Rift Valley. Nördlich davon erstreckt sich ein waldreiches Plateau mit bis zu 1.800 m hohen Bergen. Besonders in der Regenzeit stürzen zahlreiche Wasserläufe von der Bruchkante in die Tiefe herunter.
Im Süden des Parks fließt die „Lebensader“ des Parks, der Ruaha River, nach dem der Park auch benannt ist. Der Wasserstand des Ruaha unterliegt starken Schwankungen. Es gibt noch weitere Wasserläufe, die nur zur Regenzeit Wasser führen.
Der Park liegt in einer Vegetationsübergangszone zwischen ostafrikanischer Akaziensavanne und südlichen Miombo-Wäldern. Deshalb kommen hier auch besonders viele Pflanzenarten vor, über 1.500.

Aufgrund der Überschneidung von verschiedenen Vegetationszonen herrscht im Ruaha National Park eine besondere Artenvielfalt. Bekannt ist der Park vor allem für seine zahlreichen Elefantenherden, rund 10.000 Tiere, der größten Elefantenpopulation aller ostafrikanischen Nationalparks.
Zudem kommen in den Wasserläufen Krokodile und Flusspferde vor. Riesige Herden von Kaffernbüffel können beobachtet werden, wie auch Pferdeantilopen, Rappenantilopen, Gnus, Zebras, Giraffen, Löwen, Leoparden, Geparden und Hyänen. Der große Kudu ist das Emblem des Parks.
Zahlreiche Zugvögel überwintern hier. Mit seinen über 500 Vogelarten ist der Park für ornithologisch Interessierte ein Paradies.

Besonderheiten
- sehr schöne raue, ursprüngliche Landschaft
- verschiedene Vegetationszonen
- Artenreichtum
- sehr große Elefantenpopulation


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Katavi National Park

Der Katavi National Park zeichnet sich durch seine ursprüngliche Landschaft aus. Da er sehr abgelegen liegt, ist er am nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Bereits während der deutschen Kolonialzeit 1911 wurde das Gebiet rund um den Katavi See zum Schutzgebiet erklärt. Der National Park wurde 1974 eingerichtet und 1996 erweitert.

Der Park liegt sehr abgelegen im Westen Tansanias und erstreckt sich über 4471 km². Zusammen mit den umliegenden Schutzgebieten ergibt sich ein zusammenhängendes Ökosystem von über 10.000 km².
Der Park liegt zwischen 800 und 1560 m über dem Meeresspiegel.

Regenzeit ist zwischen Oktober und April, wobei im März und April der meiste Regen fällt. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge pro Jahr beträgt rund 900 mm. Die Regenzeit kann sich durchaus verschieben oder auch ausfallen. Zwischen den Regenzeiten kann es sehr trocken werden.
Während der Regenzeit sind die vorhandenen Pisten oft überschwemmt und unpassierbar.

Das Landschaftsbild im Park wird vor allem durch Seen, Sümpfe, Flüsse und Schwemmebenen geprägt. Es gibt Miomo- und Galeriewälder, offene Savannen und Baumsavannen. Die Landschaft ist sehr ursprünglich und wild, kaum durch Menschenhand verändert.

Der Park ist bekannt für seine großen Büffelherden und die vielen Elefanten. Während der Trockenzeit suhlen sich hunderte Flusspferde auf engstem Raum in den verbleibenden Wasserlöchern. Auch zahlreiche weitere Tierarten zieht es in dieser Zeit in die Nähe des Wassers. Hier können Giraffen, Löwen, Zebras, Impalas und Hyänen gesichtet werden.


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Mahale Mountains National Park

Der Mahale Mountains National Park ist sehr abgelegen und kann nur über Luft oder Wasser erreicht werden. Im Park selbst gibt es keine Pisten, man kann ihn nur zu Fuß erkunden. Der Park wurde vor allem zum Schutze der hier noch frei lebenden Schimpansen eingerichtet. Der Mahane National Park gilt als südlichstes Verbreitungsgebiet von Schimpansen in Afrika.

Der Mahale Mountains National Park liegt in Westtansania an der Küste des Tanganjika Sees, 128 km südlich der Stadt Kigoma. Der Park ist rund 1600 km² groß und erstreckt sich zwischen 800 und 2400 m über dem Meeresspiegel.

Das Klima in der Gegend ist tropisch, das ganze Jahr über heiß und schwül. Regenzeit ist von Oktober bis Mai, wobei die Niederschläge in den Monaten März und April besonders ergiebig sind. Zwischen Juni und Oktober lassen die Regenfälle etwas nach, diese Zeit wird für einen Besuch empfohlen. Die Schimpansen halten sich in der Regenzeit in höheren Bergregionen auf, wo sie schwieriger auszumachen sind. Zudem sind die Pfade in der Regenzeit recht matschig und rutschig.

Durch die Abgeschiedenheit und die eingeschränkte Erreichbarkeit ist die Natur im Park nahezu unberührt.
An der rund 60 km langen Küste des Tanganjika-Sees gibt es malerische Buchten mit weißen Sandstränden. Die Mahale Mountais erstrecken sich über den ganzen Park. Die höchste Erhebung ist der Mount Nkungwe mit 2462 m Höhe. Auf der westlichen Seite, zum See hin, sind die Berge mit immergrünem Regenwald bedeckt. In höheren Lagen gibt es dichte Bambusdickichte und ab etwa 2200 m Graslandschaften bis zum Gipfel. Die Ostseite der Bergkette, die im Regenschatten liegt, ist bewachsen mit Miombo-Wäldern und trockener Baum-Savanne. Der östliche Teil des Parks ist schwer zugänglich und kaum erforscht.

Die Hauptattraktion des Parks sind die Schimpansen, die hier seit den 60er Jahren von japanischen Wissenschaftlern erforscht werden. Es werden rund 800 bis 1000 Tiere im Park vermutet. Es ist ein besonderes Erlebnis, die Tiere im dichten Wald aufzuspüren und ihr Verhalten zu beobachten!

Besonderheiten
- in unberührter Natur Schimpansen beobachten


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Kilimanjaro National Park

Der Kilimanjaro ist der höchste Berg Afrikas und seit 1989 UNESCO-Weltnaturerbe.
Das Klimanjaro Massiv befindet sich im Nordosten Tansanias, nahe der Grenze zu Kenia und rund 340 km südlich des Äquators. Die Stadt Arusha ist rund 130 km entfernt. Der Nationalpark wurde 1973 gegründet und umfasst den Berg oberhalb von 2700 m.

Es gibt zwei Regenzeiten, eine stärkere und längere von März bis Mai und eine schwächere und kürzere von November bis Dezember. Diese Regenzeiten können variieren und sich verschieben. Es kann durchaus auch in den Trockenzeiten dazwischen zu Niederschlägen kommen. Die Temperaturen und auch die Niederschläge nehmen mit der Höhe ab. Der meiste Niederschlag fällt im Bereich des Waldgürtels, wobei es an den Osthängen mehr abregnet als an den Westhängen, die im Windschatten liegen.
Von Dezember bis Februar ist es am wärmsten und die Sicht ist am klarsten. Von Juli bis September ist es trockener aber auch kälter. An der Basis sind die Durchschnittstemperaturen über 20 Grad, am Gipfel herrschen Minusgrade.

Der Kilimanjaro ist vulkanischen Ursprungs am östlichen Rand des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Dieses Bergmassiv ist der höchste Punkt der Aufwölbungen, die das östliche Rift Valley begleiten. Zuletzt gab es 1700 eine Eruption des Kibo, seitdem zeugen nur kleinere Fumarolen von vulkanischer Aktivität. Das Kilimanjaro-Massiv besteht aus drei erloschenen Vulkanen. Der höchste ist der Kibo mit dem 5895 m hohen Gipfel Uhuru Peak. Der Kibo ist der jüngste Krater. Rund 10 km östlich des Kibo und mit diesem durch einen rund 4300 m hohen Sattel verbunden erstreckt sich der Mawenzi auf 5148 m. Westlich vom Kibo befindet sich, ebenfalls mit diesem durch einen rund 3700 m hohen Sattel verbunden, der Shira mit 3962 m Höhe.
Der Berg wird in fünf Vegetationsstufen unterteilt.
Zwischen 800 und 1800 m an der Basis des Berges erstrecken sich bewirtschaftete Flächen. Der vulkanische Boden ist sehr fruchtbar. Es werden Kaffee, Mais, Bananen, Zuckerrohr usw. angebaut. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt durchschnittlich bis zu 2300 mm.
Danach folgt von 1800 bis 2800 m dichter tropischer Bergregenwald. Moose, Riesenfarne, lange Flechten und Lianen überwuchern die Bäume. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch.
Ab etwa 2800 m Höhe weicht der Tropenwald einer offenen Landschaft mit Gräsern und Heidegewächsen. Ab 3200 beginnen die Moore, die mit Riesen-Lobelien und Senecien durchsetzt sind. In dieser Höhenstufe fällt bereits deutlich weniger Niederschlag.
Es folgt von 4000 bis 5000 m die alpine Stufe mit Moosen, Flechten und einzelnen Grasbüscheln. Der durchschnittliche Niederschlag in dieser Zone ist mit etwa 250 mm sehr gering.
Ab 5000 m Höhe folgen bei extremen Temperaturschwankungen Geröll und Eisflächen. Nur eine sehr widerstandsfähige Strohblumenart und ein paar Flechten wachsen unter diesen schroffen Bedingungen. Die Niederschlagsmenge in Form von Schnee ist sehr gering und liegt bei durchschnittlich 100 mm pro Jahr.

Die meisten Tiere leben im Waldgürtel. Es gibt Elefanten, Waldschweine, Antilopen, Klippspringer und verschiedene Vogelarten. Es kann durchaus gefährlich werden, wenn man im Dickicht einen Büffel zu spät entdeckt.

Besonderheiten
- Besteigung des Kilimanjaro: Es gibt verschiedene Routen, die unterschiedlich schwer sind (Marangu Route, Machame Route). Die Besteigung darf nur in Begleitung ausgewiesener Führer und Träger erfolgen. Der Kilimanjaro kann auch von Nicht-Bergsteigern bewältigt werden. Es sollte unbedingt ausreichend Zeit eingeplant werden, um sich an die Höhe zu akklimatisieren.


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